Antrag zur Postbank-Schließung stadteigene Post- & Dienstleitungsagentur Dormagen

Antrag: Post- und Dienstleistungsagentur im Bürgerservicezentrum

Nachdem angekündigt wurde, dass die Postbank-Filiale an der Römerstraße schließen wird, hat das Zentrum einen Vorschlag gemacht, wie die Versorgungslücke geschlossen werden könnte. Grundlage hierfür ist ein erfolgreiches Modell aus der Merzenich, wo die Kommune eine Post- und Dienstleistungsagentur erfolgreich betreibt.

Wir beantragen daher, diese erprobte Lösung für Dormagen zu prüfen.

Unser Antrag vom 17. Jan 2022

Post- und Dienstleistungsagentur im Bürgerservicezentrum

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

wir bitten Sie, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rates der Stadt Dormagen am 03.02.2022 zu setzen.

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt ein Konzept für eine Post- und Dienstleistungsagentur integriert in das Bürgerservicezentrum und betrieben durch die Stadt Dormagen zu erarbeiten.

Die Ausarbeitung hinsichtlich Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit ist zeitnah vorzulegen. Vorbild sollte hier die Gemeinde Merzenich sein, wo ein solches erfolgreich betrieben wird.

Begründung

Die Postfiliale im Zentrum gehört auch im digitalen Zeitalter zur absoluten Grundversorgung für die Dormagener Bürger, Gewerbetreibenden und Firmen. Die Gemeinde Merzenich macht es vor.

Sie betreibt selbst als Partner der Deutschen Post eine Filiale als Post- und Dienstleistungsagentur seit mehreren Jahren erfolgreich. Es handelt sich also um ein erprobtes Konzept, die
Schließungshistorie ist vergleichbar. Die Mitarbeiterinnen der Postfiliale dort begrüßen auch sehr viele Postkunden aus den umliegenden Ortschaften, die hier ihre Pakete abliefern oder ihre
Bankgeschäfte tätigen. Ein gutes Instrument des Gemeindemarketings. Die räumliche Logik zwischen Poststandort und dem Bürgerservicezentrum ist offensichtlich.

Post-Partnerfilialen können in der Innenstadt weder das gesamte Portfolio inklusiv Postbank und Postfächern anbieten (diese werden gerade durch Firmen stark benötigt), noch das zu erwartende Kundenaufkommen bewältigen, und sind hier höchstens als Ergänzung zu sehen.

Eine Möglichkeit wäre es, die Agentur bei der SWD zu verorten. Die Gewinne aus dem Betrieb könnten das Millionen-Defizit dort mindern, da mit der Post nach einem Leistungskatalog
abgerechnet wird – jede Briefmarke verdient Geld! Auch die Stadt selbst kann sämtliche Postgeschäfte (Briefe, Pakete etc.) dann über die eigene Einrichtung abwickeln, sodass auch diese
Steuergelder direkt in der Firma der Stadt bleiben. In unseren Augen wäre dies eine echte Aufwertung des Bürgerservicezentrums.

Weiterhin würde ein solches Agenturkonzept aufgrund der Struktur ein ideales Umfeld für Wiedereingliederungsmaßnahmen von Mitarbeitern darstellen.

Mit herzlichen Grüßen

Hans-Joachim Woitzik, Fraktionsvorsitzender

Thomas Freitag, stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Michael Kirbach, Geschäftsführer

Quellen & weiterführende Links


Über diese Reihe

Das Zentrum setzt sich für eine transparente Politik in Dormagen ein. Aus diesem Grund machen wir unsere Anträge, die wir im Stadtrat bzw. in dessen Ausschüssen stellen, hier 1:1 für jeden öffentlich zugänglich.