Antrag: Neue Wege im Kampf gegen den Wohnungsmangel in Dormagen – Ein Baustein: Tiny Houses

Dormagen leidet unter Wohnungsmangel, Neubau-Maßnahmen kommen nicht hinreichend hinterher. Ein Lösungsansatz, der zur Linderung beitragen kann, und der in vielen Kommunen bereits genutzt wird, sind Tiny Houses. Dieses Konzept sollte auch bei uns überprüft werden, zumal es schnell umsetzbar ist und die kleinen Häuser flexibel umsetzbar sind.

Unser Antrag in Gänze

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrter Herr Müller,

wir beantragen, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 29.10.2019 zu setzen.

Antrag

Neue Wege im Kampf gegen den Wohnungsmangel in Dormagen

Beschlussvorschlag

  1. Der Planungs- und Umweltausschuss unterstützt die Errichtung von Tiny Houses als Baustein im Kampf gegen den Wohnungsmangeln in Dormagen.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, bebaubare Standorte für Tiny Houses in Dormagen zu sondieren, z. B Industriebrachen, Campingplätze, nicht mehr genutzte Sportplätze etc.
  3. Mit Hilfe einer Umfrage (auch online) durch die Stadt Dormagen werden Interessenten in Dormagen ermittelt.
  4. Bei ausreichenden Flächen und Interessenten wird die Verwaltung beauftragt, mit Hilfe führender Anbieter ein Konzept für Dormagen zu entwickeln

Begründung

Die Zentrumsfraktion strebt Sofortmaßnahmen zur Linderung des Wohnungsmangels in Dormagen an – politische Entscheidungen, die erst in Jahren Einfluss auf den Wohnungsmarkt nehmen, nützen heute keinem.

Fokus muss auf den Dormagenern und DormagenerInnen liegen, die aufgrund der Einkommenssituation durch die Mietpreissteigerungen der letzten Jahren enorm unter Druck stehen, bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Natürlich könnten die großen Parteien in Berlin durch eine Absenkung der Lohnsteuer den betroffenen Menschen mehr Spielraum im Geldbeutel geben: Das mehr an netto könnte in Wohnen oder Altersvorsorge investiert werden – jedoch der politische Wille scheint zu fehlen.

Tiny Houses oder man sagt auch Mini Häuser sind schnell verfügbar, mobil und günstig. Flächen werden nicht endgültig zubetoniert, und dank kurzer Lieferzeiten könnte man so etwas Druck aus dem Kessel nehmen. Und es gibt sie auch aus Holz.

Weiterhin könnte man mithilfe einer Facebook Umfrage durch die Stadt Dormagen Interessenten in Dormagen finden und so Betroffene zu Beteiligten machen. In Dortmund auf einem ehemaligen Fußballplatz im Stadtteil Sölde entsteht ein Tiny-House-Village für 40 bis 50 Bewohner.

Quellen & weiterführende Links


Über diese Reihe

Das Zentrum setzt sich für eine transparente Politik in Dormagen ein. Aus diesem Grund machen wir unsere Anträge, die wir im Stadtrat bzw. in dessen Ausschüssen stellen, hier 1:1 für jeden öffentlich zugänglich.