Antrag im Kreistag Rhein-Kreis Neuss: Für das Jahr 2026 werden erneut € 20.000, – für die Fortführung der erfolgreichen Katzenkastrationsprogramme auf Kreisebene bereitgestellt.
Antrag für die Sitzung des Finanzausschusses am 10.03.2026
Sehr geehrter Herr Schmitz,
die Kreistagsgruppe UWG/FW-Zentrum bittet Sie den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Finanzausschusses am 10.03.2026 unter Top 7.1 zu setzen.
Antrag
Für das Jahr 2026 werden erneut € 20.000, – für die Fortführung der erfolgreichen Katzenkastrationsprogramme auf Kreisebene bereitgestellt.
Begründung
Die Bereitstellung finanzieller Mittel für Katzenkastrationsprogramme ist eine dringend notwendige Investition in Tier- und Umweltschutz sowie in der kommunalen Verantwortung gegenüber streunenden Tieren. Unkastrierte Katzen vermehren sich in kurzer Zeit stark. Diese unkontrollierte Population führt zu einer steigenden Zahl herrenloser und verwilderter Katzen, die häufig unter Krankheiten, Unterernährung und schlechten Lebensbedingungen leiden. Tierheime und Tierschutzorganisationen geraten dadurch zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Es entstehen hohe Kosten für Versorgung und Betreuung.
Im Jahr 2025 wurden im Rhein-Kreis Neuss 105 wildlebende Katzen kastriert. Die dafür einmalig im Haushalt veranschlagten Mittel waren letztendlich in kürzester Zeit aufgebraucht. Dies zeigt den großen Bedarf, zugleich wird klar, dass ein Stopp der Kastrationen die Lage binnen kürzester Zeit wieder deutlich verschlechtern würde, während eine konsequente Fortsetzung der laufenden Programme das Problem dauerhaft lösen könnte.
Gezielte, öffentlich geförderte Kastrationsmaßnahmen haben nachweislich mehrere positive Effekte:
• Langfristige Reduzierung der Streunerpopulation und damit weniger Tierleid
• Entlastung von Tierheimen und Tierschutzvereinen
• Verringerung von Gesundheitsrisiken, da sich Infektionskrankheiten in großen Populationen schneller ausbreiten
• Reduzierung kommunaler Folgekosten, die durch Fundtiere, Pflege und Unterbringung entstehen
• Beitrag zum Schutz heimischer Wildtiere, die durch freilebende Katzen stark beeinträchtigt werden können
Investitionen in Kastrationsprogramme sind nicht nur aus ethischer Sicht sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich nachhaltig, da präventive Maßnahmen langfristig geringere Kosten verursachen als die dauerhafte Versorgung einer wachsenden Streunerpopulation. Rechtliche Grundlage dafür ist die Katzenschutzverordnung des Kreises, die dem Rhein-Kreis Neuss hier ermöglicht, tätig zu werden. Das Veterinäramt wird gebeten zu berichten, wie die Kastrationsprogramme im Jahr 2026 unter Verwendung der hier beantragten Mittel gelaufen sind um sodann auch den Bedarf für 2027 ff. festzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
-Carsten Thiel-
Neuss, den 02.03.2026
Quellen & weiterführende Links
Über diese Reihe
Das Zentrum setzt sich für eine transparente Politik ein. Aus diesem Grund machen wir unsere Anträge hier 1:1 für jeden öffentlich zugänglich. Mit unserer Kreistagsfraktion sind wir auch im Rhein-Kreis Neuss vertreten. Daher veröffentlichen wir auf unserer Dormagener Seite seit der Kommunalwahl 2020 auch Anträge, die wir im Kreistag des Rhein-Kreis Neuss stellen, wenn sie für die Stadt Dormagen ebenso relevant sind.
