„Sozialkaufhaus Dormagen: Gut gedacht – schlecht gemacht!“
Der Antrag auf Einrichtung deines Sozialkaufhauses in Dormagen im Ausschuss Arbeit & Soziales im Mai weist nach eingehender Prüfung erhebliche inhaltliche Mängel auf!
Grundsätzlich befürwortet das ZENTRUM das Konzept. Wir fragen uns nur: Warum wurden keine Partner befragt, die sich seit Jahren mit dem Thema befassen? Caritas betreibt seit Jahren überall im Land erfolgreich solche Einrichtungen. Scheinbar hat man mit keinem Partner gesprochen, welcher ebenfalls mit gebrauchter Kleidung in Dormagen arbeitet (St. Michael, CBF etc.) hier muss in unseren Augen ein runder Tisch her.
Ein Nachhaltigkeitskaufhaus wäre hier sicher ein alternativer Ansatz. Jedoch halten wir den Transfer von 200.000 EUR als Betriebskosten-Zuschuss „blind“ für falsch. Wo ist das Betriebskonzept? „Dreht“ sich der Laden? China Billigkleidung, welche nicht 2nd-Hand-fähig ist, flutet den Markt. Es darf nicht nur gesammelt und entsorgt werden. Eine Testphase mit einer Containerlösung wäre kostengünstig und nach 2–3 Jahren kann man prüfen, ob das Konzept in Dormagen angenommen wird. Auslastung in der WORADO durch den Bau eines Sozialkaufhauses zu erzeugen, und dort so Umsatz zu generieren, ist fragwürdig.
Wir werden dahingehend einen Antrag zum nächsten Ausschuss im Oktober stellen, um die für das ZENTRUM kritischen Punkte zu diskutieren: Runder Tisch mit allen Beteiligten, Caritas als möglicher Partner/Sachverständiger, Testkonzept in Containern sowie Betriebskonzept! Auch Pull Faktoren sollten angesprochen werden: Belohnung falls Bürger gutes gebrauchtes abgeben anstatt zu entsorgen.
2026-08-22 Pressemitteilung Sozialkaufhaus Dormagen Gut gedacht – schlecht gemacht
